Frankfurt - Nach dem gescheiterten Verkauf des Holzmann-Inlandsgeschäfts gerät Insolvenzverwalter Ottmar Hermann unter Zeitdruck. Nun forciert er den Verkauf wichtiger Tochterfirmen des insolventen deutschen Baukonzerns. Das Schicksal bedeutender Beteiligungen wie des Straßenbauers Deutsche Asphalt und der Service-Gesellschaft HSG entscheidet sich möglicherweise noch im Juli. Das geht aus einem Bericht hervor, der den Gläubigern des Frankfurter Traditionsunternehmens ausgehändigt wurde. Die Zerschlagung des Bauriesen Philipp Holzmann gilt mittlerweile als so gut wie sicher. "In keinem Falle kann der Konzern als Ganzes erhalten werden", heißt es in dem Bericht. Im wesentlichen sei von einer Liquidation des Unternehmens auszugehen. Profitable HSG Für die profitable HSG könnten noch Anfang Juli "unterschriftsreife Verträge" erarbeitet werden. Als aussichtsreicher Kandidat gilt in der Branche das Mannheimer Bauunternehmen Bilfinger Berger. Auch die Verkaufsgespräche über die Deutsche Asphalt seien "weit vorangeschritten". Eine endgültige Vertragsunterzeichnung sei ebenfalls noch im laufenden Monat möglich. Im Gespräch ist unter anderem die Werhahn-Tochter Basalt AG. Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit dem niederländischen Baukonzern Heijmans führt der Insolvenzverwalter neue Gespräche über die Tochter Franki Grundbau GmbH. Mit einem Abschluss der Verhandlungen sei in Kürze zu rechnen. Die Franki Grundbau aus Hannover ist im Tief- und Betonbau engagiert. Mehrere Interessenten gibt es offenbar auch für die Concept Bau GmbH. Die Tochter ist ein regionaler Bauträger für Wohnimmobilien am Standort München, für den 70 Beschäftigte arbeiten. (APA/dpa)