Wien - Im Wiener Tierschutzverein wird es bis auf weiteres keinen neuen Präsidenten geben. Das sagte Altpräsidentin Loucie Loube, derzeit 1. Vizepräsidentin, im Gespräch mit der APA: "Ich will nicht, dass es heißt, ich wäre nur auf das Amt aus." Derzeit stehen Verhandlungen über Subventionen mit der Stadt Wien am Plan. Aus dem Büro der Tierschutzstadträtin Renate Brauner (S) hieß es, weitere Zahlungen werde es vorerst nicht geben. Man habe die Versorgung der Tiere aber sichergestellt. Im Tierschutzverein werde seit ihrem Wiedereinzug fieberhaft gearbeitet, so Loube. Es gelte, "nachzuholen, was versäumt worden ist". Zur Zeit werde gemeinsam mit einem Veterinärexperten, den die Stadt Wien zur Verfügung gestellt hat, ein grobes Konzept zur Sanierung des Vereins erstellt, sagte die Vizepräsidentin. Sie erwarte von Seiten der Stadtregierung eine Abgeltung der erbrachten Leistungen. Dabei gehe es nicht - wie oft kritisiert wurde - um Spezialbereiche wie etwa die Aufnahme von Reptilien und die Tierpatenschaften. "Die tragen sich selbst", erklärte Loube. Leistungen wie die Versorgung von Tieren und die Tierrettung, die rund um die Uhr bereit stehe, müssten hingegen honoriert werden. Aus dem Büro der zuständigen Tierschutzstadträtin Brauner hieß es dazu, bis auf weiters werde es keine Zahlungen geben. Man erhoffe sich aber, dass schon bald ein Sanierungskonzept des Vereins auf dem Tisch liege. Die Versorgung der Tiere sei zunächst bis zum Ende des Monats sichergestellt. Der Lebensmittelhersteller Masterfood habe 5.000 Dosen Futter gespendet. Für die Folgezeit habe man ebenfalls bereits einen Sponsor gefunden. (APA)