Linz - Das Zeugnis für die Opposition fällt nicht wesentlich besser aus als das für die Regierung: Mit dem Notenschnitt von 3,2 (statistisch bereinigt um jene fünf Prozent, die kein Urteil wagen) liegt das rot-grüne Lager noch etwas schlechter als das Regierungslager, dessen Note 3,03 (zum Vergleich ebenfalls bereinigt) lautet. Nur ein Prozent beurteilt die Opposition mit "sehr gut", drei Prozent die Regierung.

Diese in den Wochen vor dem Schulschluss erhobenen Noten zeigen eine generell abnehmende Zufriedenheit mit der Politik, sagt Werner Beutelmeyer vom Linzer market-Institut. Nur wenige Politiker haben sich in den Augen der Bevölkerung verbessern können, kaum einer davon allerdings eindeutig.

Die Verbesserungen von nicht der Regierung angehörenden Politikern gegenüber dem Vorjahr betreffen FPÖ-Klubchef Peter Westenthaler (+ 0,17), den zweiten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn (+ 0,09), ÖAAB-Obmann Werner Fasslabend (+ 0,09), Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (+0,04) und SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kunzl (+0,03)

DER STANDARD stellt in der Grafik noch einmal alle Minister sowie bedeutende Politiker, die nicht der Regierung angehören, einander gegenüber. (Conrad Seidl/DER STANDARD, Printausgabe, 8.7.2002)