Kano - Ein islamisches Berufungsgericht in Nigeria entscheidet am Montag über das Schicksal der wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilten Amina Lawal. Sie wurde Anfang April zum Tode verurteilt, weil sie nach ihrer Scheidung im Juni 2000 schwanger geworden war und ein Kind geboren hatte. Das islamische Recht betrachtet jede sexuelle Beziehung einer geschiedenen Frau als Ehebruch, auch wenn der Mann nicht verheiratet ist. In Nigeria führten insgesamt zwölf Bundesstaaten in den vergangenen zwei Jahren die Scharia wieder ein. Im März war die Nigerianerin Safiya Husaini in einem ähnlichen Fall nach internationalen Protesten von einem Berufungsgericht freigesprochen worden. (APA)