London - Niederländische Firmen behandeln Tiefkühlhühner mit Rinderproteinen, die ein mögliches BSE-Risiko darstellen. Hersteller injizierten in das Hühnerfleisch Lösungen mit Rindereiweißstoffen, berichtete die britische Tageszeitung "The Guardian" am Montag. Auf diese Weise nehme das Fleisch mehr Wasser auf und lege künstlich an Gewicht zu. Der Verkaufspreis könne damit erhöht werden. Das Verfahren soll seit mindestens fünf Jahren von Herstellern in den Niederlanden angewendet werden.Tests Behörden warnen vor einer möglichen Übertragung von BSE durch das Rinderprotein. Nach dem Zeitungsbericht ist das Problem britischen Veterinären bereits seit 1997 bekannt. Erst seit kurzem gebe es jedoch Tests, mit denen Rindereiweiß in Hühnerfleisch nachgewiesen werden kann. Ein Vertreter der niederländischen Firma Lelie räumte gegenüber dem "Guardian" die Anwendung von Rinderproteinen bei Geflügel ein. Allerdings würden alle Hühner vor dem Export von den Behörden überprüft, betonte er. (APA)