Frankfurt - Der amerikanische Avantgarde-Komponist Earle Brown ist nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bereits am 2. Juli in Rye im US-Bundesstaat New York im Alter von 75 Jahren gestorben. Er wurde zu Beginn der 50er Jahre die zentrale Figur der experimentell ausgerichteten New Nork School, zu der neben John Cage noch Morton Feldman, David Tudor und Christian Wolff gehörten. 1952 bis 1954 leitete Brown dort mit Cage und Tudor das "Project for Music for Magnetic Tapes". Der Komponist entwickelte sein Konzept der "open form" und neuer Aufführungstechniken, das auch direkt von der Bildenden Kunst beeinflusst wurde. In Massachusetts geboren Brown wurde am 26. Dezember 1926 in Lunenburg in Massachusetts geboren. Zunächst studierte er Mathematik und Maschinenbau, ehe er sich der Musik widmete und am Peabody Conservatory in Baltimore unterrichtete. Brown gehörte zu den ersten Komponisten, die so genannte musikalische Grafiken statt herkömmlicher Partituren mit Noten vorlegten. Durch diese offene Form bleibt Interpreten ein großer Gestaltungsraum. Die ersten grafischen Notationen schuf Brown mit "November 1952" und "December 1952". (APA/dpa)