Salzburg - Auch die Befragung einiger Mitarbeiter der Gletscherbahnen Kaprun brachten Montag Nachmittag keine besonders neuen Erkenntnisse. Ein Wagenbegleiter sagte aus, er habe keine Ölrückstände am Boden des Führerstandes bemerkt. Laut Strafantrag war beim Vergleichszug der Boden durch ausgeflossenes Hydrauliköl zum Teil sogar zersetzt. Auch beim Heizlüfter selbst sind dem Zeugen keine Mängel aufgefallen.Dieseltransporte Der Wagenbegleiter wie auch eine Betriebsschlosser der Bergbahnen, der gelegentlich auch als Begleiter aushalf, sagten aus, dass mit der Standseilbahn auch Materialien transportiert worden seien, auch Diesel. Allerdings seien für solche Transporte Sonderfahrten eingelegt worden, bei denen keine Fahrgäste im Zug waren. Zigarettenkippen Der Betriebsschlosser gab bei der Befragung zu, trotz Rauchverbotes mehrmals im Wagenführerstand geraucht zu haben. Die Kippen habe er dann jedes Mal in einer leeren Cola-Dose oder in einem mit Wasser gefüllten Gurkenglas entsorgt. Der Wagenbegleiter wiederum schilderte, dass er bei der Reinigung der Garnitur auch die Aschenbecher am Bahnsteig entleert habe. Der gesamte Müll - also auch die Kippen - wurde in einem Kübel gesammelt, der im Führerstand mittransportiert wurde. Der Hydraulikstand im Zug habe täglich kontrolliert werden müssen. Abweichungen habe er dabei nie feststellen können, so der Zugbegleiter. (APA)