Wien - Er ist nicht nur ein Meister, wenn es darum geht, Geld für "seinen" Tiergarten Schönbrunn aufzutreiben - Direktor Helmut Pechlaner zeigt sich auch selbst großzügig bei der Unterstützung wichtiger Umweltprojekte. Davon profitierte zuletzt Deborah Tabart und vor allem deren Australian Koala Foundation (AKF), die sich bei einem Besuch in Wien über eine Spende von 10.000 Euro freuen konnte. So süß die Beuteltiere sind, so fraglich scheint ihre Zukunft: Denn in nur 150 Jahren wurden sage und schreibe 80 Prozent ihres Lebensraumes in Australien zerstört. Und auch in den restlichen Habitaten dürfen sich die Koalas nicht sicher fühlen, erklärte Deborah Tabart im Gespräch mit der APA. Zu groß sind der Landhunger der Städte an der Ostküste und der Einfluss der Farmer, auf deren Privatland der Löwenanteil der Gebiete liegt. Koala Habitat Atlas soll erstellt werden Die AKF hat hier ein wichtiges Projekt weit voran gebracht: Die Erstellung des Koala Habitat Atlas, der die Lebensräume identifiziert, kartografiert, quantifiziert und auch bewertet. Diese Informationen sollen dann etwa bei der Landerschließung als Entscheidungsgrundlage dienen. Zugleich erhofft sich Deborah Tabart die Ausarbeitung eines Gesetzes, das dem Schutz der Koalas dienen soll. Dafür soll auch die Spende des Tiergartens Schönbrunn verwendet werden. Wenig Verständnis für die putzigen Gesellen Allerdings ortet die AKF-Geschäftsführerin bei ihren Landsleuten bisher wenig Verständnis für die putzigen Gesellen: "Sie wollen einfach nichts davon wissen." Umso wichtiger sei die Unterstützung und der Druck aus dem Ausland, damit "Down Under" die enorme Bedeutung der süßen Beuteltiere und einer intakten Umwelt generell, etwa für den Tourismus, richtig einzuschätzen weiß. Für dieses Ziel seien Koalas, wie jenes Pärchen, das seit kurzem in Schönbrunn zu Hause ist, die richtigen "Botschafter". (APA)