Ufa - Mit einer bewegenden Trauerfeier haben mehr als 2.500 Menschen in der baschkirischen Hauptstadt Ufa der Opfer der Flugzeugkatastrophe vom Bodensee gedacht. Im Zentrum der Stadt wurden am Montagmorgen die ersten Särge mit den sterblichen Überresten der Insassen einer russischen Tupolew aufgebahrt. "Die Kinder sind jetzt im Himmel, wo sie auf ihre Eltern warten", sagte Mufti Talgat Tadschuddin. "Nichts wird sie daran hindern, glücklich zu sein." Viele der Eltern hielten Fotos ihrer Kinder in ihren Händen. Aus der russischen Wolgarepublik Baschkortostan stammten die meisten der Opfer der Kollision, unter ihnen zahlreiche Kinder und Jugendliche. Nach einer Schweigeminute sprachen Vertreter der Regierung den Verwandten ihr Beileid aus. Ein orthodoxer Priester sprach in Begleitung eines Chores ein Totengebet. Nach der Trauerfeier wurden die ersten Leichen nebeneinander auf einem nahe gelegenen Friedhof beigesetzt. Eine Sondermaschine mit den sterblichen Überresten von 33 Opfern war am frühen Morgen in Ufa gelandet. In den nächsten Tagen sollen auch die übrigen Toten aus der Tupolew-Unglücksmaschine in ihre Heimat überführt werden. Am Sonntag waren die letzten beiden der insgesamt 71 Absturzopfer in einem unwegsamen Waldgebiet geborgen worden. Eine russische Tupolew und ein Boeing-Frachtflugzeug waren vor einer Woche bei Überlingen am Bodensee zusammengeprallt und abgestürzt. (APA)