Nicht auf die "... klassischen Zielgruppen der technikversierten Internet-User, sondern verstärkt auf Frauen ..." setzt Breitbandanbieter "Chello", geht es um die Wachstumsmöglichkeiten der Firma, die von der Marketingsdirektorin Michaela Adami-Schrott gegenüber dem Pressetext Austria artikuliert wurden. Spaß, genannt "Fun", statt Technikdetails, darum wolle sich Chello verstärkt mit seinem Angebot kümmern.Technikversiert-Sein schließt Frausein aus - oder schließt Frausein technikversiert-Sein aus? Männer sind ergo technikversiert? Und Technikversierte wollen keinen Spaß? Also wollen Männer keinen Spaß, wenn es um die Technik geht? Hebelt die Marketingdirektorin auf anscheinend frauendiskriminierendem Weg, aber eigentlich gefinkeltem, das Klischee vom männlichen Steckenpferd Technik, das da bekanntlich "Fun" bereit", aus? Oder interpretieren wir zuviel? Belassen wir es beim letzten Schluss: Marketingdenken kann nicht anstrengend sein, wenn nach/in so engen Schemata kalkuliert wird. Da liegt die Hündin begraben, und diesmal ist die Totengräberin eine Frau. Hat sie nicht mitbekommen, dass es keine Frage des Geschlechts ist, was frau/man kann, sondern eine Frage der Chancen, die Frau weniger erhält als man, mit dem Können Geld zu verdienen (in höheren Etagen sowieso). Und außerdem: Chello-Userin zu sein setzt seit wann "Technik"versiertheit voraus? (red)