Kuala Lumpur - In einem malaysischen Teilstaat ist am Montag die Einführung des strengen islamischen Strafrechts beschlossen worden. Der Gesetzesantrag wurde von der islamischen Partei Parti Islam se-Malaysia (PAS), die in Terengganu im Nordosten des Landes die Mehrheit hat, in das lokale Parlament eingebracht und mit den Stimmen der Fundamentalisten verabschiedet. Der malaysische Ministerpräsident Mahathir Mohamed kündigte an, die Regierung werde die Vollstreckung des Gesetzes verhindern. Nach dem so genannten Hudud-Recht werden Ehebrecher zu Tode gesteinigt und Dieben die Hände amputiert. Mahathir warf der Regierung in Terengganu vor, den Extremismus zu fördern. Im malaysischen Teilstaat Kelantan gibt es seit 1993 ein ähnliche Gesetze, das aber wegen der Einwände der Bundesregierung nie angewendet wurden. (APA/AP)