Zürich - An der ETH Zürich ist das FIRST-Lab eröffnet worden. FIRST steht für "Frontiers In Research, Space and Time" und ist ein Reinraumzentrum zur Erforschung der Grenzen von Raum und Zeit. Durch das Technologielabor, in dem Ingenieure und Naturwissenschaftler verschiedener Fachrichtungen zusammenarbeiten, will die ETH ihre Kompetenz in den Mikro- und Nanowissenschaften weiter ausbauen."Im Bereich der Nanowissenschaften ist die ETH Zürich bereits heute führend vertreten. Mit dem FIRST-Lab werden wir auch in Zukunft im internationalen Massstab vorne mit dabei sein", erklärte Klaus Ensslin, ETH-Professor für Festkörperphysik und Mit-Initiator des FIRST-Lab. Der Zugang zu erstklassiger Nanotechnologie sei nur mit Hilfe von anspruchsvollen Geräten möglich. Überdies verlange diese Technologie Labors, die höchsten Reinheitsanforderungen entsprechen. Das FIRST-Lab verfügt über Räume, in denen die Luft weniger als 300 Staubpartikel pro Kubikmeter enthält. Die ETH Zürich hat in diese neue Einrichtung wissenschaftliche Geräte im Wert von rund zehn Mio. Franken (6,81 Mio. Euro) investiert. Technologiebasis Das Zentrum entstand aus dem Bedarf mehrerer Forschungseinrichtungen nach einer Technologiebasis für Projekte im Bereich der Nanowissenschaften. Der Bedarf ist bedingt durch die Fortschritte in der Forschung: Immer kürzere Laserpulse erlauben, dass Glasfaserkabel immer mehr Information übermitteln können. Immer kleinere Chips mit noch höherer Leistung ermöglichen revolutionäre Neuerungen in der Medizintechnik und beim Bau von Motorfahrzeugen. Am Aufbau des FIRST-Lab beteiligten sich Professoren aus den vier ETH-Departementen Physik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Informationstechnologie und Elektrotechnik sowie Werkstoffe. Auch Biochemiker und Molekularwissenschaftler werden künftig an Projekten mitarbeiten. Ziel der neuen Plattform ist darüber hinaus eine Zusammenarbeit zwischen Industrie und der ETH Zürich. (pte)