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Die Wiener Gratisrad-Aktion 'Viennabike' startet am 15. Juli 2002 zum zweiten Mal. Um missbräuchliche Verwendung zu verhindern, wird ab diesem Zeitpunkt ein mobiles 'Informationsteam' eingesetzt - im Bild eine Mitarbeiterin des Sicherheits-Dienstleisters 'Securitas'

Foto: APA/HANS KLAUS TECHT
Wien - Über den Neustart der Viennabikes herrscht Aufregung bei den Wiener Freiheitlichen. FP-Gemeinderat Herbert Madejski befürchtet zusätzliche Kosten von rund 400.000 Euro jährlich für die geplante Überwachungstruppe. Für dieses Geld müssten die Steuerzahler aufkommen, hieß es am Montag. Madejski berief sich dabei auf "Schätzungen aus dem direkten Umfeld des Planungsstadtrates". Viennabike-Sprecher Michael Kuhn betonte hingegen, diese Zahlen seien "Humbug" und "aus der Luft gegriffen". Kosten noch geheim Wie viel das so genannte "Infoteam" tatsächlich kostet, wollte Kuhn allerdings nicht verraten - "aus Sicherheitsgründen". Schließlich könnten sich potenzielle Diebe mit Hilfe des Stundensatzes der Security-Firma das Arbeitspensum der Viennabike-Bewacher ausrechnen. Sponsoren-Gelder SPÖ und Grüne bestritten umgehend zusätzliche Kosten für die Stadt: Das Infoteam müsse durch weitere Sponsoren finanziert werden, so ein Sprecher des zuständigen Verkehrsstadtrates Rudolf Schicker (S). Auch die Grünen, die die Initiative gemeinsam mit der SPÖ unterstützt haben, betonten, dass keine öffentlichen Gelder für den Neustart der Leihräder in Anspruch genommen würden. In einer Aussendung wies die Partei auch darauf hin, dass die Freiheitlichen die dreijährige Subvention im Gemeinderat mitbeschlossen hätten. Umstrittenes Sicherheitssystem ÖVP-Verkehrssprechers Wolfgang Gerstl sagte, gegen den Viennabike-Neustart sei prinzipiell nichts einzuwenden, solange die Stadt Wien keinerlei Zusatzkosten zu tragen habe. Gerstl plädierte allerdings für ein anderes Sicherheitssystem für die Leihräder, etwa mit einer Bankomatkarte. (APA)