Im Zusammenhang mit der Novelle des Denkmalschutzgesetzes skizzierte Elisabeth Gehrer im Rahmen des heutigen Pressegesprächs auch Ziele der Kulturpolitik bis 2010 und nahm dabei auch Bezug auf einen "Kurier"-Artikel, in dem unter anderem der Leiter der Restaurierwerkstätten des Bundesdenkmalamtes, Manfred Koller, mit den Worten "Heuer ist es eine Katastrophe" sinkende Budgets für Restaurierung und Investitionen beklagt. Das Budget für den Denkmalschutz sei 2002 höher gewesen als 2001, so Gehrer über die "angeblichen Missstände" im BDA.Neue Akzente setzen Die Bundesmittel für den Denkmalschutz insgesamt hätten im Vorjahr 20,6 Mill. Euro, heuer 21 Mill. Euro betragen. Zu den BDA-Förderungen in der Höhe von je 9,7 Mill. Euro für 2001 und 2002 seien heuer eine Million Euro aus der Konjunkturförderung der Bundesregierung und weitere 2,18 Mill. Euro aus der "Land der Schätze"-Rubbellos-Aktion für das Weltkulturbe dazu gekommen. Mit diesen Sondermitteln könne man das normale Förderbudget entlasten und neue Akzente setzen, so Gehrer. "Das heißt natürlich nicht, dass diese Aktionen immer weiter laufen." So werde es nächstes Jahr keine Rubbellos-Aktion geben. Stillgelegtes Textil-Atelier Im Übrigen gehöre die Budgetplanung ebenso wie die Zielsetzung bis 2010 durch die Teilrechtsfähigkeit zu den neuen Management-Aufgaben des BDA-Präsidenten, so Gehrer, das Budget sei schließlich für zwei Jahre bekannt gewesen. In Anspielung auf Kollers Kritik, dass etwa das Textil-Atelier des BDA wegen Geldmangels still gelegt sei, stellte Gehrer aber die Frage, ob das BDA tatsächlich alle Ateliers führen müsse oder ob diese nicht im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit ausgelagert werden könnten. Bewusstseinsbildung für Denkmalschutz Eine bereits in der Schule ansetzende Bewusstseinsbildung für die Zukunftschancen von Ausbildungen im "arbeitsplatzintensiven" Bereich des Denkmalschutzes ebenso wie für die generelle Bedeutung von Denkmalschutz und Denkmalpflege gehört zu Gehrers Schwerpunkten der Kulturpolitik bis 2010. Steuerliche Anreize "Sehr aktiv werden" müssen man dabei auch in der Frage von steuerlichen Anreizen für Aktivitäten im Bereich des Denkmalschutzes und des Kultursponsorings. Außerdem sollten Kooperationsmodelle zwischen Kultur und Tourismus ausgebaut und Kultur- und Bildungseinrichtungen stärker vernetzt werden. (APA)