Karachi - Im Zusammenhang mit den jüngsten Terroranschlägen in der pakistanischen Hafenstadt Karachi haben die Behörden des südasiatischen Landes drei Tatverdächtige festgenommen. Bei der Explosion einer Autobombe vor dem US-Konsulat am 14. Juni waren zwölf Menschen getötet worden. Am 8. Mai hatte ein Selbstmordattentäter 14 Menschen, darunter elf Franzosen, mit in den Tod gerissen, als er eine Autobombe neben einem Bus zündete.Anschlag auf Musharraf versucht Die Tatverdächtigen sollen Mitglieder der bisher unbekannten militanten islamischen Gruppe "Harkatul Mujaheddin al Aalami" sein. Unter den Festgenommenen sei der auch Anführer der Gruppe, Mohammad Imran. Ebenfalls festgenommen wurden sein Stellvertreter, Mohammad Hanif, und ein dritter Mann, Mohammad Daniyal. Die Gruppe habe sich von der verboteten "Harkatul Mujaheddin" abgespalten. Sie sollen außerdem sie für einen fehlgeschlagenen Anschlag am 28. April auf den pakistanischen Militärmachthaber General Pervez Musharraf in Karachi verantwortlich sein. Ein von ihnen mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug sei aber nicht wie geplant explodiert, als der Konvoi Musharrafs vorbeigefahren war, sagte Salahuddin. Wie Salahuddin weiter sagte, sei dieses Fahrzeug dann einen Monat später bei dem Selbstmordanschlag auf das Konsulat benutzt worden. Der Name des Attentäters sei aber nicht bekannt. Die Gruppe stecke möglicherweise auch hinter dem Anschlag in Karachi vom 8. Mai bei dem der Attentäter 14 Menschen, darunter elf Franzosen, mit sich in den Tod gerissen hatte, als er eine Autobombe neben einem Bus zündete. Bei den drei Verdächtigen sei eine große Menge Waffen sichergestellt worden. Ein Anti-Terror-Gericht ordnete nach Justizangaben an, dass sie bis zum 20. Juli in Haft bleiben. (APA/dpa)