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George W. Bush (links) will Saddam Hussein stürzen. Am Steuer: Bush senior

Foto: aPA/AFPI/Richards
Washington - US-Präsident George W. Bush hat den Willen seines Landes zum Sturz des irakischen Staatschefs Saddam Hussein bekräftigt. "Es ist die ausdrückliche Politik dieser Regierung, einen Regimewechsel (im Irak) herbeizuführen", sagte Bush am Montag vor Journalisten in Washington. Dazu werde seine Regierung "alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen". Genauere Angaben machte Bush nicht. Er betonte jedoch, dass er an allen Aspekten der Planung beteiligt sei, vom militärischen über den diplomatischen bis zum finanziellen Bereich. Die Frage, ob er den Sturz Saddams noch innerhalb seiner laufenden Amtszeit erreichen wolle, bezeichnete Bush als "hypothetisch". Bushs Amtszeit endet im Jänner 2005. Die "New York Times" hatte vor einigen Tagen über Pläne des US-Verteidigungsministeriums berichtet, den Irak mit bis zu 250.000 Soldaten zu Lande, zu Wasser und aus der Luft anzugreifen. Die Truppen sowie hunderte Kampfflugzeuge sollten in acht Ländern stationiert werden. Allerdings sei die Stationierung bisher mit keinem der betroffenen Länder offiziell abgesprochen worden. Die Zeitung berichtete auch, es sei unklar, ob Bush in dieses Konzept überhaupt eingeweiht sei. Nach der irrtümlichen Bombardierung einer Hochzeitsgesellschaft in der zentralafghanischen Provinz Urusgan will die US-Armee ihre Truppen in der Region verstärken. Ziel sei ein verstärktes humanitäres Engagement und die Gewährleistung der Sicherheit, sagte Pentagon-Sprecherin Victoria Clarke. General Gregory Newbold, Mitglied des Generalstabs im Pentagon, bezeichnete den Angriff als "gerechtfertigt" in Anbetracht dessen, "was wir in diesem Moment wussten". Bei dem Angriff Ende Juni waren 48 Menschen getötet und 117 verletzt worden. Auf die Frage, ob der Führer des Terrornetzwerks El Kaida, Osama bin Laden, vor dem 11. September gefangen werden könne, meinte Bush: "Wir haben lange nichts mehr von ihm gehört. Ich weiß nicht, ob er lebt oder tot ist. Sicher aber ist, dass der Krieg gegen den Terrorismus wesentlich umfassender ist nur eine Person." (APA/dpa/Reuters)