Frankfurt/Main - Die CDU-Familienpolitikerin Katherina Reiche hat sich für eine Stärkung der Rechte von Lesben und Schwulen ausgesprochen. "Wir haben viele Bereiche, wo homosexuelle Paare benachteiligt sind", sagte das Mitglied des "Kompetenzteams" von Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber am Sonntagabend in der ARD-Fernsehdiskussionssendung "Sabine Christiansen". Als Beispiele nannte die unverheiratete Mutter aus Ostdeutschland das Zeugnisverweigerungsrecht, das Besuchsrecht und die Mietnachfolge im Todesfall. "Da müssen wir aufräumen", betonte Reiche. Wo es Ungerechtigkeiten gebe, sollten diese beseitigt werden. Die 28-jährige CDU-Politikerin aber unterstrich die besondere Rolle der Ehe. "Ich glaube schon, dass eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft eben nicht gleich ist zu einer Ehe - und deshalb die Ehe und Familie unseren besonderen Schutz verlangen." Der deutsche Innenminister Otto Schily (SPD), bezeichnete die Forderungen Reiches in der Sendung als widersprüchlich. "Alles das, was Frau Reiche eben gefordert hat, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion abgelehnt", sagte Schily. Reiche bestimme nicht die Politik ihrer Partei. (APA/AP/dpa)