Tourismusbetriebe, die sich den elektronischen Medien nicht öffnen, haben es in Zukunft immer schwieriger. In fünf Jahren wird bereits ein Drittel der Buchungen elektronisch erfolgen, sagen die Prognosen. Im Land Salzburg wird deshalb nun am Aufbau eines E-Tourismus-Clusters gearbeitet, der neben der Forschung auch konkrete Hilfestellungen für die vielen Klein- und Mittelbetriebe im Tourismus anbieten soll. Außerdem wird im nächsten Frühjahr ein Modelldorf für den E-Tourismus entstehen.Clusterbildung soll Schwachpunkte ausmerzen Die klein- und mittelbetriebliche Struktur des Tourismus biete zwar viele Vorteile, etwa die Schnelligkeit, habe aber die Nachteile der dezentralen Organisation und der Schwäche in der Forschung, betonte Tourismus-Referent LHStv. Wolfgang Eisl (V) am Dienstag bei einem Pressegespräch in der Mozartstadt. Durch die Clusterbildung sollen die Schwachpunkte ausgemerzt werden. Kompetenzzentrum E-Tourismus Das Kompetenzzentrum E-Tourismus will Eisl in Salzburg gemeinsam mit dem Land Tirol errichten. Das zeichne sich ab, weil in diesen beiden Ländern viele sehr kompetente einschlägige Firmen vorhanden wären (etwa Skidata in Grödig bei Salzburg oder Feratel und Tiscover in Tirol). Zudem gebe es in Salzburg die Tourismusschulen Kleßheim, Bischofshofen und Bad Hofgastein. Modelldorf gesucht Bis zum Herbst will Eisl auch ein Modelldorf aussuchen, in dem der E-Tourismus in seiner ganzen Breite zur Anwendung kommen soll und wo der Nutzen für die Betriebe sofort spürbar werde. In diesem Dorf soll für den Gast praktisch alles mit einem einzigen Zutrittsystem, vermutlich einer Karte, erledigt werden können. Das reiche vom Eintritt ins Bad über die Bezahlung des Essens bis hin zur Zufahrt zu gesonderten Parkplätzen. "Da gibt es Hunderte Anwendungsmöglichkeiten", so Eisl. Auch E-Tourismus-Akademie geplant Vermutlich noch heuer im Herbst soll gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Salzburg auch eine E-Tourismus-Akademie gestartet werden, so der Tourismusobmann in der Kammer, Helmut Mayr. Die Informationen des Kompetenzzentrums sollen hier an die Betriebe weitergegeben werden. Die Betriebe sollen beim Einstieg in höherwertige Internet-Anwendungen begleitet werden. Zudem wird eine Wissens-Datenbank aufgebaut, die den Betrieben zugänglich sein wird.(APA)