Die amerikanische Armee versucht sich durch ein Computerspiel ins Wohnzimmer junger Surfer einzuladen - und sie kann sich wohl bald vor Freiwilligen kaum retten, wenn das Interesse an dem Spiel auch nur halbwegs ein Indikator ist. Schon in den ersten Tagen sei "Operations Recon" mehrere hunderttausend Mal aus dem Internet heruntergeladen worden, heißt es auf der Web-Site. Zeitweise gab es 15 Anfragen pro Sekunde. Der Spieler muss dabei, wie derzeit die US-Streitkräfte auch, gegen Terroristen antreten.Entwicklung dauerte zwei Jahre Ziel der Armee ist es nach Angaben der Hersteller, den jungen computerinteressierten Menschen "das Leben bei der Truppe näher zu bringen". Die Entwicklung des Spiels dauerte zwei Jahre und kostete 6,48 Millionen Euro und damit ungefähr so viel wie kommerzielle Spiele. Derzeit gibt es im Internet nur den ersten Teil des Spiels und davon auch nur eine Aufgabe. Weitere Herausforderungen und auch ein völlig anders konzipierter zweiter Teil sollen folgen. "Operations" und "Soldier" Während "Operations" ähnlich angelegt ist wie bekannte Kriegsspiele wie "Quake" oder "Half-Life", lehnt sich der zweite Teil, der sich "Soldier" nennt, an Simulationen wie die "Sims" an. Hier kann man Karriere in der Armee machen, die verschiedenen Teilbereiche - wie Infanterie oder Militärpolizei - und den Tagesablauf der Soldaten kennen lernen.(APA/AP)