Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius heißt es ins Schwimmbad flüchten - oder sich die nächste Umgebung nach Möglichkeit angenehm zu machen. Auch wer auf Klimaanlage oder Raumlüfter verzichten muss, braucht nicht zu schmachten. Verbraucherschützer haben Tipps parat, wie die sommerliche Raumtemperatur mit preiswerten und umweltschonenden Methoden auf einem erträglichen Niveau gehalten werden kann.
  • Sonnenschutz außen: Schutz gegen die pralle Sonne ist am wirksamsten, wenn die Strahlen abgewehrt werden, bevor sie die Fensterflächen und die Hausfassaden erreichen. Ein wirksames Mittel sind Laubbäume vor der Tür. Abhilfe schaffen auch lange Dachüberstände und bewegliche Sonnenblenden wie Markisen, Jalousien, Roll- und Klappläden.
  • Sonnenschutz innen: Rollos und Vorhänge an der Innenseite des Fensters schirmen die Sonne ab, allerdings erst, wenn sie in den Raum eingedrungen ist. Damit sie das Licht möglichst gut reflektieren, sollte die Außenflächen der Rollos daher sehr hell oder metallbeschichtet sein.
  • Sonnenschutzglas: Eingefärbte oder beschichtete Scheiben schirmen die Wärmestrahlung zumindest zum Teil ab. Sie eignen sich vor allem für Südfenster. Auch so genannte Reflexionsfolien, die meist getönt sind und von innen auf die Glasflächen geklebt werden, schützen. Die Folie ist nur begrenzt haltbar.
  • Lüften: Da die Tageshitze durch geöffnete Fenster in die Wohnung oder ins Büro strömt, sollte nur in den kühleren Morgenstunden oder nachts ausgiebig gelüftet werden. Tagsüber Fenster und Türen geschlossen halten. Elektrogeräte und Lampen strahlen Wärme ab. Sie sollten daher nur eingeschaltet werden, wenn es unbedingt notwendig ist. An schwülen Tagen Arbeiten mit viel Wasser und feuchter Wäsche vermeiden, um die Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht zusätzlich zu erhöhen.
  • Elektrische Raumklimageräte: Verbraucherexperten raten von solchen Geräten ab, weil besonders bei Billigausgaben die Technik oft nicht ausgereift sei und der Energieaufwand in keinem Verhältnis zur erzeugten Kälte stehe. Zudem sei die Leistung begrenzt. Nach Angaben des deutschen Industrieverbandes Heizung-, Klima-, Sanitärtechnik verbraucht ein Gerät im Durchschnitt für die Erzeugung von einem Kilowatt Kälte rund drei Kilowattstunden Strom.
  • Klimaanlagen: So genannte Split-Geräte mit einem Kälte erzeugenden Teil im Raum und dem eigentlichen Kühlgerät im Außenbereich werden vor allem in Büros oder Praxen eingesetzt. Sie kosten mindestens 2.000 Euro und werden dauerhaft installiert. Auch Teilklimaanlagen und komplette Klimaanlagen, die heizen, kühlen, be- und entfeuchten, sollen für angenehme Temperaturen in Bürogebäuden sorgen. Nach Angaben der Verbraucherexperten können Klimaanlagen in vielen Fällen allerdings die Schadstoffbelastungen erhöhen, vor allem bei unzureichenden Filtersystemen oder seltenem Filterwechsel.
  • (APA)