Wien (APA) - Nach dem Buchhandel protestieren nun auch Papier- und Fotohändler gegen die Weiterführungs-Kredit für den in Konkurs befindlichen Libro-Konzern. "Jede weitere Unterstützung für Libro von Seiten der Banken ist ein Schlag gegen die Klein- und Mittelbetriebe in Österreich", so Günther Wallisch, Obmann des Bundesgremiums des Fotohandels. Die Banken leisteten mit dem neuerlichen Kredit "Sterbehilfe in doppelter Form", kritisiert Bundesgremialobmann des Papierfachhandels, Oswald Heimhilcher. Libro bleibe deswegen in der derzeitigen Struktur zwar nicht am Leben, könnte aber noch einige Fachhändler mit in den Tod reißen."Wettbewerbsverzerrend" Den Papierfachhandel erbost vor allem, dass Libro mit dem "wettbewerbsverzerrenden Kredit" nochmals am für die Branche enorm wichtigen Schulgeschäft teilnehmen kann. Unverständlich ist für Heimhilcher und Wallisch auch, dass die Kleinunternehmen über ihre Zahlungen an den Insolvenz-Entgeltfond den Libro-Konkurs, quasi mitfinanzieren. Das Bundesgremium Papierhandel will dagegen beim Wirtschaftsministerium protestieren und feststellen, wie dies rechtlich gedeckt ist. (APA)