Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: EPA/AFPI
Pretoria - Im Prozess um Betrugsvorwürfe gegen die Ex- Ehefrau des früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela hat die 65-Jährige am Dienstag ihre Unschuld beteuert. Winnie Madikizela- Mandela soll unter anderem Bankkredite im Umfang von etwa einer Million Rand (etwa 100.000 Euro) erschlichen haben. Das Gericht in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria hat 85 Betrugs- und Diebstahlsfälle in der Anklageschrift aufgelistet. Am zweiten Verhandlungstag legte Ankläger Jan Ferreira am Dienstag Briefe vor, in denen Madikizela-Mandela 60 Frauen fälschlicher Weise eine Anstellung bei der Frauenliga des Afrikanischen National-Kongresses (ANC) bestätigte. Madikizela-Mandela ist Vorsitzende der Liga. Laut Ferreira hatte sie die Schreiben bei einer Bank vorgelegt und um einen Kredit gebeten, um die Gehälter der Frauen zahlen zu können. Später sollen rund 55.000 Euro dieses Kredites auf ihre privaten Konten geflossen sein. Die Beschuldigte wies die Vorwürfe zurück, äußerte sich jedoch nicht weiter dazu. Nelson Mandela war von 1994 bis 1999 Präsident von Südafrika. Er hatte sich 1992 von seiner Frau getrennt und 1996 scheiden lassen. Winnie Madikizela-Mandela, bekannt für ihr extravagantes Auftreten sowie ausgefallene Brillen und Hüte, stand schon mehrfach vor Gericht.(APA/dpa)