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Der Spalt zwischen U-Bahn und Bahnsteig beträgt normalerweise rund 20 Zentimeter.

foto: apa/schneider
Wien - Nachdem in den vergangenen Wochen bereits zwei Kinder in den Spalt zwischen U-Bahn und Bahnsteig gestürzt sind, wollen die Wiener Linien nun die Sicherheit in den U-Bahn-Stationen erhöhen. Vermutlich mithilfe eines Pickerls. Laut Wiener-Linien-Direktor Günter Grois wird derzeit überlegt, "Piktogramme" an den U-Bahn-Türen anzubringen - einen endgültigen Beschluss gibt es dafür allerdings noch nicht. Das Gefährliche an dem Spalt sei, dass die Passagiere beim Aussteigen nicht mit einer Gefahr rechneten, sagte Grois am Dienstag. Wie man dem am besten begegnet - "damit beschäftigen wir jetzt die Psychologen", so Grois. Unverständlich sei für ihn, warum sich die Vorfälle in letzter Zeit häufen, "schließlich gibt es die Linie schon seit mehr als zwanzig Jahren". Der Spalt zwischen U-Bahn und Bahnsteig beträgt normalerweise rund 20 Zentimeter. In Stationen, die in Kurven liegen, sind die Abstände allerdings größer. Zahlreiche Passagiere sind in diesen Stationen bereits beim Aussteigen ins Leere getreten. Die Folge waren meist leichte Verletzungen. Für großes Aufsehen sorgten dann aber die Abstürze zweier Kinder innerhalb weniger Wochen, die zwischen Zug und Bahnsteig durchrutschten. Beide konnten rechtzeitig wieder geborgen werden. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 10.7.2002)