Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat in dem Geschäft mit Festplatten in den vergangenen fünf Quartalen einen Verlust von 515 Millionen Dollar (524 Mill. Euro) nach Steuern erlitten. IBM teilte am Dienstag nach US-Börsenschluss mit, von diesem Verlust entfielen 92 Millionen Dollar auf das erste Quartal 2002 und 423 Millionen Dollar auf die vier Quartale des Vorjahres. Bisher hatte das Unternehmen die Ergebnisse dieser Sparte nicht veröffentlicht. Festplatten "wandern" zu Hitachi IBM hatte im Juni mitgeteilt, das Unternehmen wolle die Festplatte-Sparte an den japanischen Elektronik-Hersteller Hitachi für 2,05 Milliarden Dollar verkaufen. Hitachi werde zunächst 70 Prozent des geplanten Gemeinschaftsunternehmens halten und dieses in drei Jahren vollständig übernehmen. Nach IBM-Angaben ist das Unternehmen wegen des geplanten Verkaufs der Sparte gemäß der Bilanzierungsvorschriften GAAP verpflichtet, die Ergebnisse der Festplatten-Sparte aus den vergangenen Quartalen entweder als Ergebnis der fortgeführten Geschäfte oder, wie nun geschehen, als Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäften zuzuordnen. Kritik von Anlegern IBM wurde in der jüngsten Vergangenheit von Anlegern wegen unzureichender Informationen kritisiert. Der neue IBM-Chef Sam Palmisano hatte zugesichert, im Jahresbericht des Unternehmens ausführlichere Informationen zu geben. Das Ergebnis des zweiten Quartals will IBM nächste Woche veröffentlichen. IBM-Aktien stiegen im nachbörslichen Geschäft auf der elektronischen Handelsplattform Instinet auf 70 Dollar, nachdem sie zuvor an der Wall Street mit 69,67 Dollar geschlossen hatten.(APA/Reuters)