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Graz - Zu Beginn der heurigen Badesaison hatten einige Seen in der Steiermark noch mit Problemen zu kämpfen, nach den neuesten Analysen gibt es nur mehr zwei Seen, die sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert haben, deren Werte aber ebenfalls unbedenkliches Badevergnügen gewährleisten. Insgesamt wurden von den 37 geprüften Gewässern in der dreiteiligen Bewertungsskala elf mit "akzeptabel" und 25 mit "gut" bewertet. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Landessanitätsbehörde. Beurteilt wurden sowohl bakteriologische als auch physikalisch-chemische Parameter. Einer neuerlichen Untersuchung wurde der Badesee Weihermühle bei Gratkorn unterzogen. Dort waren im Juni Zerkarien (Saugwurmlarven) festgestellt worden, mit Hilfe von speziell gezüchteten Fischen konnten die Parasiten jedoch erfolgreich bekämpft werden, so dass die Wasserqualität nun in Ordnung ist. Verbessert gegenüber dem Vorjahr hat sich die Wasserqualität in den Badeseen Wundschuh, Furtnerteich bei Neumarkt, Putterersee in Aigen, und auch der Sommerbergsee in St. Margarethen an der Raab bekam das Gütesiegel "gut". Verschlechtert hat sich die Beurteilung lediglich in zwei Fällen, und zwar für das Freizeitzentrum Copacabana bei Graz und das Freizeitzentrum Piberstein, beide rutschten von "gut" auf "akzeptabel" ab. Die übrigen Gewässer blieben in ihrer Qualität zum Vorjahr unverändert gleich. Die Maßnahmen der Sanitätsbehörde, die Badequalität zu erhalten oder zu verbessern, werden laut Gesundheitsreferent Günter Dörflinger (SP) auf die jeweilige Anlage individuell zugeschnitten. So werden zum Beispiel bei Baggerseen Tiefengrabungen durchgeführt oder der Wasserzufluss vergrößert, um einen rascheren Austausch zu ermöglichen. Nach einer im Mai veröffentlichen EU-Studie hat sich 2001 die Qualität der österreichischen Badeseen tendenziell verschlechtert - doppelt so viele Badegewässer entsprechen nicht der Mindesthygienenorm der EU -, die Bewertung der steirischen Seen fiel hingegen deutlich besser aus und erbrachte im Jahresvergleich für acht Badegebiete günstigere Einstufungen. (APA/red)