Seoul - Knapp zwei Wochen nach ihrem schweren Seegefecht hat Nordkorea am Mittwoch Südkorea erneut der Grenzverletzung im Gelben Meer beschuldigt. Zwei südkoreanische Kriegsschiffe seien in nordkoreanische Gewässer eingedrungen, hieß es in einer Erklärung des nordkoreanischen Marinekommandos. "Das ist eine vorsätzliche Provokation, um einen erneuten bewaffneten Zusammenstoß anzuzetteln", wurde die Kriegsmarine von der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zitiert. Das südkoreanische Verteidigungsministerium wies den Vorwurf zurück. Bei dem Seegefecht am 29. Juni im Gelben Meer waren auf ihren Patrouillenbooten vier südkoreanischen Marinesoldaten und eine unbekannte Zahl von Seeleuten aus Nordkorea getötet worden. (APA/dpa)