Die neue Tiroler Kulturzeitschrift "Quart", die im Dezember erstmals erscheinen soll, ist am Mittwoch in Innsbruck präsentiert worden. Darin sollen die kulturellen Entwicklungen in Nord-, Ost- und Südtirol sowie im Trentino widergespiegelt werden. Vom Land wird die Zeitschrift mit jährlich 100.000 Euro unterstützt, teilte Kulturlandesrat Günther Platter (V) bei der Vorstellung des Siegerprojektes mit."Untypische Blickweise auf die Alltagskultur"

"Quart" soll "überraschend agieren" und eine "untypische Blickweise auf die Alltagskultur" richten, betonte Andreas Schett, der unter anderen für die Gestaltung der Kulturzeitschrift verantwortlich ist. Der Titel ergebe sich aus dem Format und beantworte auch die Frage nach dem Erscheinungsrhythmus. Das Heft soll zwei Mal pro Jahr erscheinen, darüber hinaus ist im selben Rhythmus jeweils ein Sonderheft geplant. Der Untertitel "Heft für Kunst und Kultur, Tirol" erkläre die inhaltliche Ausrichtung und den geographischen Kontext.

"Koordinationssystem"

Die Kulturzeitschrift sei nicht als "Themenheft" konzipiert worden, da die Beiträge nicht verschiedenen Themen untergeordnet werden sollen. Zudem soll ein "Koordinationssystem" unter anderem von Musikern, Bildenden Künstlern, Schriftstellern und Architekten entstehen, sagte Schett. Die Zeitschrift soll vorerst eine Auflage von 2.500 Stück haben und rund acht Euro kosten.

Die Vorgängerin von "Quart", die Kulturzeitschrift "Das Fenster", war unter der Leitung des Volkskundlers Wolfgang Pfaundler erstmals 1967 erschienen. Nachdem die "Ära Pfaundler" im Vorjahr zu Ende gegangen war, wurde in Form eines Ideenwettbewerbes ein Nachfolgeprojekt für die Zeitschrift gesucht. Unter "insgesamt 14 ernst zu nehmenden Bewerbern" sei schließlich "Quart" der Zuschlag für vorerst drei Jahre erteilt worden, erklärte Platter. Ausschlaggebend dafür seien das "sehr niveauvolle äußere Erscheinungsbild" und das gute Vertriebskonzept der Zeitschrift gewesen, die ein "sehr spannendes" und breit gefächertes Projekt darstelle. (APA)