Paris - Nach den jüngsten Bilanzaffären will der weltweite Wirtschaftsprüfer-Verband (Ifac) schärfere Kontrollen für den unter Beschuss geratenen Berufsstand durchsetzen. Wie der Vizepräsident der International Federation of Accountants (Ifac), Rene Ricol, am Mittwoch nach einer Ifac-Tagung in Madrid sagte, sollen unter anderem bis September neue Qualitätsstandards für Prüfberichte aufgestellt werden."Überraschungen" Seine Zunft solle "aus der politischen Panik" heraus gebracht und zu pragmatischen Entscheidungen geführt werden, beteuerte Ricol, der im November an die Spitze des Weltverbandes treten soll. "Die Wirtschaftsprüfer sind dabei, zu ihren Grundlagen zurückzukehren, die Lektion ist verstanden, und ich denke, bei den Halbjahresbilanzen wird es Überraschungen geben", sagte Ricol offenbar mit Blick auf die schärferen Kontrollen. Näher erläutern wollte er diese Einschätzung nicht. Die Ifac soll weltweite Standards für den Berufsstand durchsetzen, Sie vertritt nach eigenen Angaben auf dem Umweg über 156 Mitgliedsverbände zwei Millionen Wirtschaftsprüfer in 114 Ländern. (APA)