Bregenz (APA) - Hohe Umwelt-Auszeichnung für die Wolford AG: Der Bregenzer Strumpf- und Bodyerzeuger von Weltruf wurde am gestrigen Dienstag mit dem Umweltpreis der amerikanischen Murray State University Kentucky geehrt. Prof. Joseph A. Baust, Direktor des Zentrums für Umweltbildung, würdigte die betrieblichen Öko-Leistungen und außerdem das persönliche Engagement des Wolford Umwelt-Beauftragten Oswald Hagen. Preis ging erstmals an eine Firma ausserhalb der USA Die Preisverleihung für "außergewöhnliche Verantwortung im Umweltbereich" (Outstanding Corporate Environmental Stewardship) der Murray State University erfolgte erstmals an eine Firma außerhalb Amerikas. Die Auszeichnung nahm Vorstandsdirektor Josef Metzler entgegen. Der Umweltbeauftragte der Wolford AG, Oswald Hagen, wurde ebenfalls mit dem Award für "Outstanding Environmental Stewardship" ausgezeichnet - für sein besonderes Engagement vor allem auch für sein "Fahrrad-Programm". Universitätsdirektor Baust wurde von 20 Lehrkräften der Murray State University begleitet, die auf einer zweiwöchigen Informationsreise Firmen und Institutionen besuchen, die sich besonders im Umweltbereich engagieren. Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart und Wirtschafts-Landesrat Manfred Rein gratulierten zur Auszeichnung. Betriebliche Umweltaktivität Rein: "Wolford ist nicht nur hinsichtlich seiner weltweiten Bedeutung innerhalb der Textilbranche, sondern auch wegen seiner betrieblichen Umweltaktivitäten ein Vorzeigebetrieb des Wirtschaftsstandortes Vorarlberg". Die internationale Auszeichnung erfolge zu Recht. "Wenn immer wieder neue Ideen ihren Weg aus Amerika nach Europa finden, so ist es schön, dass hier einmal das innovative Engagement eines Vorarlberger Unternehmens Beispielwirkung in den USA erzielt", freute sich der Politiker. Beträchtliche Verringerung der Restmüllmengen Die von Oswald Hagen koordinierten Umweltaktivitäten von Wolford hätten nicht nur zu einer beträchtlichen Verringerung der Restmüllmengen geführt, sondern auch das Umweltbewusstsein der Belegschaft innerhalb und außerhalb des Betriebes gefördert. Die Mobilitätsgewohnheiten der Mitarbeiter wurden erhoben, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter kommen mit dem Fahrrad in die Arbeit Daraus resultierten ein Leihfahrrad-Pool, eine Reparaturstation für Räder, Tiefgaragenplätze für Fahrradfahrer und die Kooperation mit anderen Unternehmen in der Umgebung, um Linien bzw. Fahrpläne des Öffentlichen Verkehrs aktiv mitzugestalten. Mittlerweile kommen mehr als ein Drittel der Wolford-Mitarbeiter mit dem Fahrrad zur Arbeit, fast 30 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und nur noch 22 Prozent mit dem eigenen Pkw. (APA)