Wien/Graz - Austrian Energy (AE) wird der deutschen Mutter Babcock in die Insolvenz folgen, schreibt der "Kurier" (Donnerstagausgabe). Am Freitag sollen die Mitarbeiter in Graz informiert werden. Zuletzt kolportierte Gerüchte einer Rettung der Austrian Energy kann Geschäftsführer Claus Brinkmann der Zeitung zufolge nicht nachvollziehen. Ganz im Gegenteil: Er gehe davon aus, dass sein Unternehmen wahrscheinlich am kommenden Montag im Handelsgericht Graz einen Insolvenzantrag einbringen werde. Die Details würden in den nächsten zwei Tagen geprüft. Am Freitag sollen am Standort Graz die Mitarbeiter informiert werden. Damit werde die Österreich-Tochter ihrer insolventen Mutter, der deutschen Energieanlagen- und Schiffsbauer-Gruppe Babcock folgen. Kein Personalabbau Der Insolvenzantrag werde zunächst die Austrian Energy GmbH (AE) betreffen. Diese zählt 300 Leute in Wien (Siemensstraße) und in Graz. In zwei weiteren Tochterfirmen am Standort Graz beschäftigt die Austrian Energy zusammen weitere knapp 300 Arbeitnehmer. In Österreich bringt es die Austrian Energy auf rund 600 Mitarbeiter. Dazu kommt noch ein Tochterwerk in Kroatien mit 250 Mitarbeiter. In der GmbH werde es, so Brinkmann gegenüber der Zeitung, vorerst keinen Personalabbau geben. Die Standorte seien "voll ausgelastet". Die Arbeiter stellen thermische Kraftwerke, Rauchgasfilter und Kessel her. Schlecht dagegen gehe es der AE-Tochter NEM Energietechnik mit 60 Mitarbeitern. Diese produzieren in Graz Abhitzekessel. Die Auftragsbücher seien leer. 20 Mitarbeiter würden in die Mutter hereingeholt. 40 weitere müssten den bitteren Weg in die Arbeitslosigkeit antreten. (APA)