Die Staatsanwaltschaft von Denver hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen die Qwest Communications International Inc, Denver, eingeleitet. Angaben zu den Gründen der Untersuchung seien nicht gemacht worden, teilte das Telekommunikationsunternehmen am Mittwoch mit und sicherte zugleich seine volle Kooperation zu. Das "Wall Street Journal" hatte am Freitag gemutmaßt, dass die Verbuchung von Umsätzen bei Qwest ein Thema sein könnte. Das Unternehmen sei bekannt dafür gewesen, so genannten "Swap"-Transaktionen ausgeführt zu haben.Kaufen Dabei seien langfristig Kapazitäten im Glasfasernetz an andere Betreiber verkauft und gleichzeitig die gleichen Mengen Leitungen in Netzen anderen Betreiber gekauft worden. Der Vertrag sei dann als Einnahme verbucht worden. Auf diese Weise habe Qwest den Umsatz 2001 um mehr als eine Mrd. Dollar (1,01 Mrd. Euro) erhöht, hatte die US-Börsenaufsicht SEC festgestellt. Die SEC prüft derzeit die Bilanzierungspraktiken von Qwest, vor allem die Verbuchung der Umsätze in 2000 und 2001. Die Telefongesellschaft kämpft mit Schulden von 26,6 Mrd. Dollar. (APA)