Wien - Die bereits nach drei Monaten abgeschlossene Integration der 23 Hanson-Ziegelaktivitäten in Kontinentaleuropa (Hanson BCE) wird dem börsenotierten österreichischen Ziegelhersteller Wienerberger ab 2003 jährliche Synergien von 13 Mill. Euro bringen. Von den 23 übernommenen Standorten werden drei - zwei in Deutschland, eines in den Niederlanden - stillgelegt und dadurch 163 Mitarbeiter abgebaut, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Von den Schließungen sind laut Wienerberger die Verlust bringenden Vormauerziegelwerke Zentropa in Aachen und KKW in Emmerich betroffen. Das Werk Lobith in den Niederlanden werde wegen zu hoher Herstellungskosten und mangelnder Kapazitätsauslastung geschlossen. Die übrigen Werke seien in die Landesorganisationen eingegliedert worden. Zur Auslastung freier Kapazitäten soll eine weitere Erhöhung der Exporte beitragen. Markennamen Nach Genehmigung der Übernahme durch die EU-Kommission am 18. April seien die beiden Unternehmen - vor allem Verwaltung und Vertrieb und IT-Systeme - in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und Polen zusammengeführt worden. Der Hauptsitz von Hanson BCE in den Niederlanden wurde aufgelassen. Mit der Integration werde in allen Ländern ein einheitlicher Auftritt unter dem Firmennamen "Wienerberger" und der Vormauerziegelmarke "Terca" verfolgt, nur in Belgien bleibe zusätzlich die Traditionsmarke "Desimpel" bestehen. Die Restrukturierungskosten werden gegen den günstigen Kaufpreis aufgerechnet und führten daher zu keinen zusätzlichen Aufwendungen, hieß es weiter. (APA)