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Washington - Die Regierung von US-Präsident George W. Bush braucht noch zwei bis fünf Jahre, bevor sie sich auf eine Strategie zum Klimawandel festlegen wird. Der Unterstaatssekretär im US-Handelsministerium, James Mahoney, erklärte am Mittwoch (Ortszeit) vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses in Washington, die Regierung sei jetzt bereit, in eine Phase der "Prüfung und Strategieauswahl" einzutreten. Danach solle entschieden werden, wie die Risiken für die USA durch den Klimawandel möglichst gering gehalten werden könnten. Der Vorsitzende des Forschungsausschusses des Repräsentantenhauses, der republikanische Abgeordnete Sherwood Boehlert, lobte nach der Sitzung die "Sachkompetenz" der Vertreter der Regierung, bemängelte aber die doch begrenzten Informationen über die Politik der Regierung. "Tatsächlich haben wir keine Politik" in Bezug auf die Klimaerwärmung, sagte das demokratische Ausschussmitglied Mark Udall. Der wissenschaftliche Berater des Weißen Hauses, John Marburger, bestätigte vor dem Ausschuss, dass der Mensch wesentlich für die Produktion der Treibhausgase verantwortlich ist und dass diese Gase zum Klimawandel beigetragen haben. Noch vor einem Monat hatte Bush eine Untersuchung der US-Umweltbehörde für die Vereinten Nationen, die genau dies feststellte, als "Machwerk der Bürokratie" herabgewürdigt. "Die Frage ist nicht, 'Gibt es ein Problem?'" sagte Mahoney. "Die Frage ist, 'was genau tun wir gegen das Problem?'" Marburger und Mahoney sollten am Donnerstag auch vor dem Forschungsausschuss des Senats aussagen. (APA/AP)