Linz - Der börsenotierte oberösterreichische Auto- und Motorenzulieferer Miba AG sah sich im ersten Quartal (1. Februar bis 30. April) des Geschäftsjahres 2002/03 "immer noch mit einer angespannten Situation konfrontiert", berichtete Vorstandsvorsitzender Peter Mitterbauer in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz. Das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) sank verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode von 8,95 auf 7,2 Mill. Euro.Enormer Preisdruck Das weitere Geschäftsjahr werde "kein leichtes", prognostizierte Mitterbauer. Die Märkte seien von einer großen Unsicherheit gekennzeichnet, Kunden disponierten "kurzfristigst". Miba selbst sei einem enormen Preisdruck ausgesetzt. Diesem wirke man, so Mitterbauer, durch Innovationen bei Produkten und Prozessen, eine Steigerung der Produktivität und eine verstärkte Kundenorientierung entgegen. Ziel sei es, das hohe Umsatzniveau des "Rekordjahres 2001/02" und ein zufrieden stellendes Ergebnisniveau zu erreichen. Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich ging im ersten Quartal von 11,2 auf 10,41 Mill. Euro zurück. Der Umsatz konnte hingegen von 75,00 auf 77,15 Mill. Euro gesteigert werden. Der Auftragsstand lag per 30. April 2002 bei 120,45 nach 119,4 Mill. Euro. Der Mitarbeiterstand wuchs von 2.256 auf 2.501 - mehr als die Hälfte davon sind laut Mitterbauer bereits außerhalb Österreichs beschäftigt. Personalmanagement völlig neu strukturiert Das erklärte Ziel der Miba-Gruppe lautet, die acht ausländischen Standorte "auf eine Ebene" mit den österreichischen zu bringen. Man habe, so Mitterbauer, in den vergangenen Monaten das Personalmanagement analysiert und auf völlig neue Beine gestellt. Im Mittelpunkt steht "Human Capital". Mitarbeiter investierten dabei ihr "Kapital" in ein für sie attraktives Unternehmen und trügen dabei wesentlich zu dessen Erfolg bei, erklärte der Leiter der neuen Personalorganisation, Helmut F. Karner: Die Personalabteilung agiere nicht mehr zentral von Laakirchen in Oberösterreich aus, sondern direkt vor Ort - in Form von verantwortlichen Personen am jeweiligen Standort. (APA)