New York - Ein möglicher Zusammenschluss zwischen dem amerikanischen Mobilfunkunternehmen AT&T Wireless Services Inc. und VoiceStream, der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, ist bei US-Branchenkennern auf Skepsis gestoßen. Dies schrieb das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Die Zeitung hatte zuvor über eine mögliche Transaktion im Wert von mehr als zehn Mrd. Dollar (10,2 Mrd. Euro) berichtet, durch die die zweitgrößte amerikanische Mobilfunkfirma entstünde. Die Zeitung beschrieb den Deal in einem anderen Artikel als "unwahrscheinlich". Die Diskussionen könnten ein Ablenkungsmanöver sein, um von der Diskussion um eine mögliche Ablösung von Telekom- Chef Ron Sommer wegzukommen. Kritiker verwiesen auch darauf, dass eine Transaktion nicht die Schulden der Deutschen Telekom von gut 65 Mrd. Euro reduzieren würde. Die Zeitung verwies auch auf kartellrechtliche Probleme und darauf, dass die japanische Mobilfunkfirma NTT DoCoMo an AT&T Wireless beteiligt sei. Analysten: Cingular Wireless plant Deal Viele Analysten glauben hingegen, dass Cingular Wireless, die derzeit zweitgrößte US-Mobilfunkfirma, starkes Interesse habe, selbst mit einer der beiden Firmen einen Deal abzuschließen. Cingular ist ein Joint Venture der US-Telefonkonzerne BellSouth und SBC Communications. Der SBC-Verwaltungsratsvorsitzende Ed Whiteacre habe Interesse an einer möglichen Transaktion mit VoiceStream bekundet. SBC hält einen Anteil von 60 Prozent an Cingular. Cingular habe in einigen wichtigen US-Märkten keine eigenen Netze und habe kürzlich damit begonnen, das VoiceStream-Netz zu nutzen. Cingular und VoiceStream verwendeten die gleiche GSM-Technologie für ihre Mobilfunknetze. AT&T Wireless sei dabei, bis Jahresende auf GSM umzustellen. Deshalb sei eine Fusion zwischen zweien der drei Unternehmen sinnvoll. (APA)