Wien - Die FP hat nun eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft eingebracht, weil sie nach dem Brand der Sofiensäle dem Verdacht der Brandstiftung nicht ausreichend nachgegangen sei. Die FP-Gemeinderäte Heinz Christian Strache und Johann Herzog meinen, dass Zeugen nicht ausreichend befragt worden seien. Diese Zeugen hätten aber wertvolle Informationen, was vergangenen August bei Flämmarbeiten am Dach des alten Tanzsaales tatsächlich geschehen sei, so die Eigenrecherchen der Freiheitlichen. Eine dreijährige Bausperre Für die Sofiensäle wurde eine dreijährige Bausperre verhängt. Vor einigen Monaten hat das Bundesdenkmalamt den Denkmalschutz für Teile der verbliebenen Gebäudereste bestätigt. Die FPÖ schlägt nun vor, dort ein Hotelprojekt zu realisieren. Es soll dafür eine 55 Meter hohe Einhausung um das Brandgebäude errichtet werden. Dafür müsste - als Entgegenkommen an die Sofiensäle AG seitens der Stadt - die Genehmigung erteilt werden, so Herzog. Falls nicht, solle die Stadt Wien das Grundstück samt Ruine kaufen und selbst private Investoren suchen. Seitens der SP wird dieser Vorschlag abgelehnt. Die Eigentümer haben angekündigt, die Ruine im jetzigen Zustand zu belassen. (aw, DER STANDARD, Printausgabe 12.7.2002)