Wien - Wiener Stromkunden, vor allem Großabnehmer, werden vom soeben im Parlament beschlossenen Ökostromgesetz profitieren. Rund 35 Millionen Euro, das sind rund 28 Prozent des gesamten österreichischen Einsparpotenzials, entfallen auf Wien, glaubt Sepp Rieder, SP-Vizebürgermeister. Vom Sparpotenzial werden nicht die Kleinhaushalte am meisten profitieren, sondern mit rund 20,8 Millionen Euro die Industrie und das Gewerbe mit 5,5 Millionen Euro. Die Haushaltskunden werden mit neun Millionen Euro profitieren. Der durchschnittliche Wiener Haushalt erspare sich ab 2003 somit zwölf Euro im Jahr, rechnet Rieder vor. DER S TANDARD errechnete: Da bleibt Geld für rund acht Kilo Mischbrot mehr im Jahr. Bundesweit einheitliche Förderung der Energieerzeugung Die Ökostromregelung bringt statt der bisherigen Länderreglung eine bundesweit einheitliche Förderung der Energieerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Kleinwasserkraft und erneuerbaren Energien. Die Senkung des Wiener Zuschlages für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Inkrafttreten per Anfang 2003 von 0,74 Cent auf 0,15 Cent je Kilowattstunde feiern VP und FP als ihren Erfolg. Sowohl VP-Klubobmann Matthias Tschirf, als auch FP-Kollege Hilmar Kabas meinen, genügend Druck auf die SP ausgeübt zu haben, dass der niedrigere Zuschlag für die KWK beschlossen wurde. Die Grünen begrüßen die österreichweit einheitliche Regelung des KWK-Zuschlags. Vernünftig sei auch die österreichweit einheitliche Behandlung von Ökostrom und Kleinwasserkraft, statt wie bisher per Länderregelung 400 Tarife zu verordnen. (APA, aw, DER STANDARD, Printausgabe 12.7.2002)