Zwei palästinensische Fotografen, Mitarbeiter der palästinensischen Nachrichten-Agentur WAFA, sind am Donnerstag in Jenin im Westjordanland von israelischen Soldaten angeschossen worden. Örtlichen Zeugen zufolge hatten die beiden Fotografen Aufnahmen machen wollen, nachdem die israelische Armee bekannt gegeben hatte, eine seit drei Wochen verhängte Ausgangssperre für die Stadt Jenin sei bis zum Abend aufgehoben worden. Gleichwohl sei dann die Armee mit zwei Kolonnen gepanzerter Fahrzeuge in die Stadt eingerückt. Die Soldaten hätten auf die Fotografen gefeuert. Sie seien in den Beinen getroffen worden. Die israelische Armee gab zu dem Vorfall zunächst keine Stellungnahme ab. Über zahlreiche palästinensische Ortschaften sind in einer Reaktion auf wiederholte Bombenanschläge palästinensischer Extremisten gegen israelische Bürger Ausgehverbote verhängt worden. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee, die im September 2000 begannen, sind auch Dutzende Journalisten verletzt worden. Die offizielle Totenzahl seit Beginn des Palästinenser-Aufstands liegt bei 1438 Palästinensern und 549 Israelis. Die Zahl der Verwundeten geht in die Tausende. (APA/Reuters)