Wien - Das Frauen-Nachtarbeitsverbot wurde mit Donnerstag endgültig aufgehoben. Die Koalitionsmehrheit fand die neuen Regelungen zur Nachtarbeit, für die als Zeit 22.00 bis 5.00 Uhr definiert wurde. Im Nachtarbeitsgesetz wird festgelegt, dass künftig als NachtarbeiterIn gilt, wer mindestens 48 Nächte im Jahr zumindest drei Stunden in der Nacht arbeitet. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit für NachtarbeiterInnen ist grundsätzlich auf acht Stunden beschränkt. Kommt es durch Arbeitsbereitschaften zu Überschreitungen dieser Normalarbeitszeit, stehen der/m ArbeitnehmerIn zusätzliche Ruhezeiten zu. Für NachtarbeiterInnen besteht ein Rechtsanspruch auf regelmäßige unentgeltliche Untersuchungen des Gesundheitszustandes. Außerdem haben sie bei gesundheitlichen Schwierigkeiten und bei unbedingt notwendigen Betreuungspflichten gegenüber Kindern bis zu zwölf Jahren das Recht auf Versetzung auf einen Tagesarbeitsplatz, allerdings nur unter der Maßgabe, dass entsprechende betriebliche Möglichkeiten bestehen. Fehlende Regelungen Die Opposition lehnte die neuen Regelungen für die Nachtarbeit vehement ab. Unter anderem wurde eine Ausdehnung des Zeitraums (bis mindestens 6.00 Uhr) gefordert, ebenso ist aus Sicht der SPÖ das Rückkehrrecht auf einen Tagesarbeitsplatz nicht ausreichend geregelt. Auch wurde (vergeblich) verlangt, ein Zeitguthaben für Nachtarbeit einzuführen. (APA)