Überlingen - In Überlingen am Bodensee hat am Freitag eine Trauerfeier für die 71 Toten der Flugzeugkatastrophe begonnen. Daran nehmen politische Vertreter aus Deutschland und der Schweiz sowie aus den Herkunftsländern der Opfer teil. Die Polizei und die zahlreichen freiwilligen Helfer sind ebenso eingeladen wie die Einwohner der Gemeinden Überlingen und Owingen. Neben dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU) wollen auch Verkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) und sein Schweizer Amtskollege Moritz Leuenberger zu den Trauernden sprechen. Der Schweizer Verkehrsminister Moritz Leuenberger hat unterdessen Informationsprobleme und Unterlassungen der Schweiz nach der Flugkatastrophe vom Bodensee eingeräumt. Bei der Trauerfeier sicherte er zugleich Hilfe und Unterstützung für die Hinterbliebenen der Opfer zu. Die Schweiz werde alles daran setzen, dass die Ursachen und Verantwortlichen für die Katastrophe ermittelt werden, sagte der Bundesrat nach seinem in Bern veröffentlichten Redetext. Leuenberger unterstrich den festen Willen der Schweiz, die Untersuchung nach Kräften zu unterstützen. "Und sie wird mit den zuständigen Behörden dafür sorgen, dass Hilfe und Entschädigung für die Opfer und ihre Hinterbliebenen geleistet wird, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist", sagte der Vorsteher des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Zur Rolle der Schweizer Flugsicherung Skyguide, die unvermittelt in grellem Scheinwerferlicht gestanden habe, sagte der Minister: "Die Konfrontation mit der schrecklichen Vorstellung, Mitursache für den Tod von 71 Menschen zu sein, hat bei uns zu hilflosen ersten Reaktionen und zu wirren und verwirrenden Informationen, zu Unterlassungen geführt." Er fügte hinzu: "Nicht alle bei uns haben die richtigen Worte gefunden. Wir wissen das." Die Schweiz sei aber aufgewühlt und leide mit allen Betroffenen, sagte der Verkehrsminister und brachte sein Mitgefühl im Namen des Volkes, der Kantone und des Bundesrats zum Ausdruck.(APA/dpa/AP)