Hongkong - In Hongkong hat sich die Zahl der polizeilich registrierten Fälle von Computer-Hacking gegenüber dem Vorjahr verzehnfacht. Wurden 1998 in den ersten acht Monaten lediglich 13 Hackerangriffe auf staatliche Einrichtungen und Privatunternehmen regisitriert, so waren es heuer bereits 138. Wie die South China Morning Post am Mittwoch berichtete, dürfte die Dunkelziffer aber noch weit höher sein, denn viele Firmen verschweigen Cyberkriminalität "aus Angst vor negativer Publicity." Chefinspektor Paul Jackson von der Hongkonger Polizeiabteilung für Computersicherheit gab an, dass besonders der Bereich E-Commerce durch die noch unausgereifte Technik extrem hackergefährdet sei. In den vergangenen Monaten waren gleich 13 Online-Shopping-Seiten gecrackt worden. Die Angriffe kamen dabei zum Großteil aus dem Ausland. Angesichts des Hacker-Problems will die Behörde nun eine eigene Informationsgruppe zum Thema Cyberkriminalität einberufen und alle Provider und EDV-Fachleute in den Unternehmen zum Erfahrungsaustausch einladen und Lösungsvorschläge erarbeiten. Auch die Regierungsstellen kündigten an, ihre Sicherheitseinrichtungen bei zentralen Computeranlagen zu erneuern und zu verbessern. (pte/South China Morning Post)