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Will trotz zunehmendem US-Druck im Amt bleiben: Palästinenserpräsident Yasser Arafat

Foto: Reuters/Osama Silwadi
Ramallah - Der palästinensische Präsident Yasser Arafat will trotz des zunehmenden amerikanischen Drucks nicht zurücktreten. Das erklärte er am Freitag in Ramallah. Nach eigenen Angaben habe er sich allerdings noch nicht entschieden, ob er bei der angekündigten Wahl im Jänner kommenden Jahres antreten werde. "Es liegt nicht nur an mir. Es liegt an vielen Leuten", sagte er. Arafat bekräftigte allerdings, er werde nicht zurücktreten, wenn er nicht bei einer Wahl sein Amt verliere. "Ich bin vom Volk gewählt. Ich bin kein Feigling und ich bin nicht bereit, die Menschen zu verraten, die mich gewählt haben." Die von den USA geforderten Reformen in der palästinensischen Autonomiebehörde seien bereits in vollem Gange, fügte er hinzu. Arafat sagte weiter, bei neuen Gespräche zwischen Palästinensern und der israelischen Regierung am Samstag werde es um "viele Themen" gehen. Er glaube, dass bei den in der vergangenen Woche wieder in Gang gekommenen Gesprächen Fortschritte möglich seien, falls der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon dies wolle. Zugleich verurteilte er die Besetzung von sieben der acht größeren palästinensischen Städte im Westjordanland mit scharfen Worten. "Wie kann es international hingenommen werden, dass wird das einzige Volk sind, das unter Besatzung lebt", sagte Arafat. (APA)