Wien - Drei von fünf Reisenden in Risiko-Destinationen sind nicht ausreichend gegen eine Hepatitis A-Infektion geschützt. Das ergab eine Umfrage unter insgesamt 600 Personen auf den Flughäfen München, London Heathrow und Paris Charles de Gaulle. Hepatitis A ist mittlerweile die häufigste Reisekrankheit, jährlich sind schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen weltweit davon betroffen. Hepatitis A kann überall auftreten, ist jedoch stark von den hygienischen Bedingungen abhängig. Das Virus wird vor allem durch Lebensmittel, Trinkwasser und Schmierinfektion übertragen. Die Impfung wird für große Teile Asiens, Südamerikas, Afrikas sowie für Indien und die Staaten der ehemaligen Sowjetunion angeraten. Experten empfehlen Prophylaxemaßnahmen auch für Südeuropa. Die Resultate der Umfrage Rund 60 Prozent der Reisenden, die in Risiko-Gebiete unterwegs waren, hatten sich nicht ausreichend gegen eine Infektion geschützt. 40 Prozent hatten keinerlei medizinischen Rat eingeholt. 41 Prozent dachten nicht daran, am Zielort kein Leitungswasser zu trinken. Nur 44 Prozent der Befragten hatten die Absicht, bei Speiseeis und Eiswürfeln vorsichtig zu sein. Nur jeder Fünfte plante Vorsichtsmaßnahmen wie das Schälen von Früchten oder Kochen von Gemüse. (APA)