Manila/Dhaka7Peking - Überschwemmungen auf den Philippinen und in Bangladesch haben insgesamt mehr als hundert Menschen das Leben gekostet. Am Samstag überflutete der über die Ufer getretene Fluss Jamuna mehr als 200 Dörfer im Bezirk Sirajganj in Bangladesch. Rund 1.000 Menschen verloren ihr Zuhause. In den vergangenen Wochen wurden bei den Unwettern 57 Menschen getötet, wie die Behörden erklärten. Auch im benachbarten Indien hielten die Überschwemmungen an. Auf den Philippinen kamen nach dem Monsun-Regen mindestens 50 Menschen um. Besonders betroffenen seien der Norden und die Mitte des Landes, erklärten die philippinischen Behörden. Der Taifun "Halong" brachte der Inselgruppe heftige Regenfälle und Stürme mit Geschwindigkeiten bis zu 195 Kilometer in der Stunde. Wasserstand in Manila zwei Meter hoch In der Hauptstadt Manila stand das Wasser an einigen Stellen zwei Meter hoch, in zahlreichen Ortschaften wurde auf Wunsch der Einwohner der Strom abgestellt, um Elektroschocks zu vermeiden. Meteorologen erklärten, "Halong" bewege sich jetzt in nordwestlicher Richtung auf Japan zu. Nach den Überschwemmungen der vergangenen zwei Wochen waren 1,5 Millionen Bangladescher von den Unwettern betroffen. Häuser, Straßen und Felder des Landes wurden von den Fluten zerstört. Die Flüsse brachen die Dämme, die über tausende Kilometer hinweg die jährlichen Überschwemmungen verhindern sollten. Etwa 34 Menschen starben, nachdem sie von den Fluten verunreinigtes Wasser getrunken hatten. Auch im benachbarten Unionsstaat Bihar in Indien starben nach den Unwettern zehn Menschen an Durchfallserkrankungen. Mehr als eine halbe Million Menschen waren von den Überschwemmungen im Unionsstaat Assam betroffen. Regen in China Bei heftigen Regenfällen in China waren fast 800 Menschen getötet worden. Etwa 100 Millionen Menschen seien von den schweren Überschwemmungen betroffen, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Ministerium für öffentliche Angelegenheiten. Seit Beginn der Regenfälle Anfang des Jahres hätten knapp 1,8 Millionen Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Es handle sich um die schwerste Flutkatastrophe in China seit 150 Jahren, sagte ein Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes in Peking. Viele der Überlebenden seien schwer traumatisiert. Am schlimmsten betroffen sind den Angaben zufolge neun Provinzen im Norden und Südwesten des Landes. Die meisten der von der Katastrophe verwüsteten Regionen befinden sich im Flussbecken des Jangtse-Flusses. Die Regenfälle lösten vielerorts Erdrutsche und Überschwemmungen aus. Der wirtschaftliche Schaden beläuft sich nach Ministeriumsangaben auf umgerechnet 3,7 Millionen Euro. (APA)