Bis Sonntag war New York City das Zentrum der amerikanischen Hackerszene. Dort fand nämlich die größte Hacker-Konferenz, die H2K2 , statt. Vorträge, Workshops, ein breitgefächertes Rahmenprogramm und eine einzigartige Stimmung sorgen bei der Konferenz für einen großen Publikumsandrang. Hacken und einen Job finden Die Mehrzahl der Interessenten findet sich zur Konferenz wegen des Gedankenaustauschs mit Gleichgesinnten ein und um stundenlang zu hacken, doch bietet diese Veranstaltung noch einen interessanten Nebenaspekt: Viele Hacker kommen zur "H2K2" um sich für einen Arbeitsplatz in der Computersoftware- oder Sicherheitsbranche anwerben zu lassen. Viele "Headhunter" auch von diversen US-Regierungsstellen versuchen die Computerprofis für sich zu gewinnen. "Antike Stücke" können bewundert werden Sollte neben dem stundenlangen Hacken noch Zeit für eine Pause bleiben, so können Interessierte einen Blick auf die Geschichte des Computers und des Hacken werfen. Die Veranstalter hatten vor Beginn der Konferenz die Teilnehmer dazu aufgerufen alte Rechner, wie etwa Ataris, Commodores, Tandys, Colecos und Altairs mitzubringen und auf der Konferenz auszustellen. "USA Today" gehackt Einen ersten "Erfolg" der Konferenz konnten die Veranstalter auch schon vermelden: So gelang es einigen Teilnehmern die Webseite der US-Zeitung "USA Today" zu hacken. Manipulierte und gefälschte Artikel fanden sich danach im Übermaß auf der Seite. So wurden etwa die angeblichen Pläne von Präsidenten George W. Bush jr. veröffentlicht, ein Ministeriums für Propaganda und Aufklärung einzurichten. In einem Artikel eines Hackers wurde der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld als neues amerikanisches Schönheitsideal gefeiert. Während in einem anderen Bericht der Papst dem Christentum abschwor und es als Betrug bezeichnete. Die Artikel waren allerdings alle als eindeutige Fälschungen zu erkennen. Allerdings musste die Webseite von "USA Today" für drei Stunden vom Netz genommen werden, um die Schäden zu beheben und weitere Angriffe zu unterbinden. (red)