Innsbruck - Nur über den Balkon haben sich am Samstag vier Münchner Urlauber aus einem brennenden Bauernhaus in Kirchberg in Tirol retten können. Warum das Feuer in den frühen Morgenstunden ausgebrochen war, stand vorerst noch nicht fest. Wie die Gendarmerie mitteilte, betrug der Schaden geschätzte 200.000 Euro. Der Brand brach gegen 7.45 Uhr in dem Gebäude im Bezirk Kitzbühel aus. Entdeckt wurde das Feuer von einem der deutschen Feriengäste, die den Hof gemietet hatten. Der 40-Jährige hatte im zweiten Stock des Hauses geschlafen und weckte anschließend sofort seine im ersten Stock des Gebäudes schlafenden Kollegen. Verbrennungen bei Rettungsversuch Da die Rauchentwicklung inzwischen schon sehr groß war, konnten die Hausbewohner nur noch über den Balkon dem Flammenmeer entkommen. Ein weiterer 35-jähriger Urlauber erlitt beim Versuch, noch Wertgegenstände aus dem Objekt zu retten, Verbrennungen an beiden Händen. Er wurde von der Rettung ins Krankenhaus Kitzbühel gebracht. Das Gebäude wurde trotz des raschen Einsatzes mehrerer Freiwilliger Feuerwehren komplett vernichtet. Insgesamt waren rund 100 Mann mit 13 Fahrzeugen im Einsatz. Zur Brandbekämpfung musste eine etwa zwei Kilometer lange Schlauchleitung von der nahe gelegenen Aschauer Ache zum Brandort gelegt werden. Die Flammen konnten erst nach zwei Stunden unter Kontrolle gebracht und gegen Mittag endgültig gelöscht werden. (APA/APA)