Im Streit um eine angebliche Sex-Affäre von Thomas Borer-Fielding haben der frühere Schweizer Botschafter und der Ringier-Verlag einen Vergleich geschlossen. Ringier zahle Borer, der sein Amt als Botschafter in Berlin aufgeben musste, ein Schmerzensgeld, über dessen Höhe Stillschweigen vereinbart worden sei. Das teilte der Züricher Zeitungsverlag am Sonntag mit. Borer hatte nach Berichten in den Ringier-Blättern "Blick" und "Sonntags-Blick" über eine angebliche Beziehung zum dem Nacktmodel Djamile Rowe eine Schadenersatzklage vor einem US-Gericht vorbereitet.Der Verleger an die LeserInnen Ringier habe sich beim Ehepaar Borer entschuldigt und sich verpflichtet, für den finanziellen Schaden aufzukommen, der dem früheren Botschafterpaar entstanden sei, schreibt Michael Ringier in der jüngsten Ausgabe des "SonntagsBlicks", auf deren Titelseite in großen Lettern das Wort "Entschuldigung!" prangt. Ringier räumte ein, die Kampagne gegen Borer wegen einer angeblichen außerehelichen Affäre sei ein Fehler gewesen. Das Ehepaar Borer habe "Ungemach" erlitten, was er bedaure, schreibt Ringier. Der Verleger entschuldigte sich dafür auch bei der LeserInnenschaft seines Blatts. 10.000 Euro für Rowe Zu den Einzelheiten des Vergleichs mit Borer machte er keine Angaben. Auch ist der Erklärung nichts darüber zu entnehmen, ob Ringier weitere personelle Konsequenzen aus der Affäre ziehen wird. Hingegen gab der Verleger bekannt, dass Djamile Rowe von Ringier ein Informationshonorar von 10.000 Euro erhalten habe. Rowe hatte zunächst erklärt, eine Affäre mit Borer gehabt zu haben, dies aber inzwischen widerrufen. Die eigenen Fehlleistungen seien sicherlich zu spät aufgeklärt worden, heißt es in der Erklärung des Verlegers. Ringier hatte sich am vergangenen Donnerstag mit sofortiger Wirkung vom Chefredaktor des "SonntagsBlicks", Mathias Nolte, und der Journalistin Alexandra Würzbach getrennt, die den ersten Artikel über die angebliche Affäre Borers verfasst hatte. (APA/AP/dpa)