Salzburg - In der Diskussion um die umstrittenen Priesterinnenweihe müsse man bedenken, dass "auch die Berliner Mauer nicht mit dem ersten herausgebrochenen Stein gefallen ist", meinte Christine Mayr-Lumetzberger, eine jener sieben Frauen, die sich Ende Juni kirchenrechtlich illegal zu Priesterinnen weihen ließen, am Rande eines zweitägigen Treffens des internationalen Kommittees "Womens Ordination Worlwide" am Samstag in Salzburg. Das Ende der Diskriminierung der Frau in der römisch-katholischen Kirche ist doch ein lobenswertes Ziel", meinte die Lehrerin. Im aktuellen Streit mit der erfahre die Gruppe "natürlich auch viel Unterstützung von Klerikern, Priestern, Laien und Ordensleuten", schilderte die Vorsitzende des internationalen Komitees. "Es gibt auch Bischöfe, die uns unterstützen", so die Vorkämpferin, ohne sich darauf festlegen zu wollen, aus welchem Land der Beistand kommt. Das vom Vatikan gestellte Ultimatum, bis 22. Juli die Ungültigkeit der Weihe anzuerkennen, wollen die Frauen jedenfalls verstreichen lassen. Bei dem zweitägigen Treffen in Salzburg - an dem etwa 15 Personen, darunter drei weitere Priesterinnen teilnahmen - steht jedoch nicht die Priesterinnenweihe im Vordergrund, vielmehr soll die nächste Konferenz der VerfechterInnen der Frauenordination in der römisch-katholischen Kirche organisiert werden. Ort und Zeitpunkt stehen noch nicht fest. (APA)