Wien - Neben der Musik pflegt das japanische Kaiserpaar vielfältige Hobbies, von der Literatur bis zur Wissenschaft. Das besondere Interesse von Kaiser Akihito gilt der Flora und Fauna. Als Mitglied der Ichthyologischen Gesellschaft (Fischkunde) seines Landes hat der Tenno mehrere Publikationen veröffentlicht. Er gehört als Ehrenmitglied auch zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen von Großbritannien bis Australien an.Literatur Kaiserin Michiko dagegen hat eine literarische Ader. Sie gilt nicht nur als äußerst belesen in klassischer japanischer Literatur, sondern ist selbst als Verfasserin eines Kinderbuches ("Mein erster Berg", 1991), einer Sammlung von Kindergedichten (Die Tiere, 1992) und eines weiteren Gedichtbandes (1997) hervorgetreten. Schon als Kronprinzenpaar - Akihito bestieg 1990 den Chrysanthemen-Thron - hatten Akihito und Michiko einen Gedichtband verfasst. Beim Tennisspiel kennengelernt Das Kaiserpaar frönt, soweit die Zeit es erlaubt, auch dem Tennisspiel. Laut der offiziellen Biografie haben sich Akihito, der 1990 seinem Vater Hirohito auf den Thron folgte, und die Bürgerliche Michiko Shoda beim Tennisspielen kennen gelernt. Akihito studierte an der Gakushin Universität Politologie und Wirtschaft, Michiko an der Sacred Heart University in Tokio englische Literatur. Die Heirat des Kronprinzen erfolgte 1959. Alte Traditionen werden auch vom jetzigen Kaiserpaar, das modern und unprätentiös in der Öffentlichkeit auftritt, hochgehalten, betonen die offiziellen Biografien. Einer alten Sitte entsprechend sät und erntet Kaiser Akihito im Palastgarten Reis. Kaiserin Michiko beschäftigt sich mit der Aufzucht von Seidenraupen, deren Seidengespinste zur Restauration historischer Gewänder verwendet werden. (APA)