Wien - Die Ärztekammer bekommt jetzt Unterstützung von der SPÖ bei ihrem Widerstand dagegen, das Inkasso der geplanten Chipkarten-Gebühr (10 Euro pro Jahr) vorzunehmen. Bundesgeschäftsführerin Doris Bures zeigte am Sonntag in einer Aussendung für diese Position "durchaus Verständnis". Gleichzeitig lehnte sie die Gebühr für den Krankenschein-Ersatz überhaupt ab. Es sei "merkwürdig", dass ausgerechnet ein Projekt, an das Sozialminister und Gesundheitsstaatssekretär so große Einsparungshoffnungen knüpften, mit einer Sondergebühr finanziert werden solle. Bures kritisierte weiters, dass noch immer niemand wisse, wann die Chipkarte überhaupt komme: "Klar ist nur, dass die PatientInnen zur Kassa gebeten werden". Die weitere Verzögerung - die Rede ist von rund einem Jahr und einem Starttermin 2005 - gehe eindeutig auf das Konto von Sozialminister Herbert Haupt und von Gesundheits-Staatssekretär Reinhart Waneck. (APA)